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Johann Simon Genten, Aachen
6. März 2015

Lohnenswertes Vorsorgemodell: Noch bis 31. März 2015 freiwillig Renten-Beiträge für das Jahr 2014 nachzahlen!

PRESSEMITTEILUNG des Bundesverbandes der Rentenberater, Berlin, 16.02.2015
Langjährig Versicherte können u.U. durch freiwillige Beiträge die Wartezeit zur Altersrente erfüllen und so früher in Rente gehen.

Freiwillige Beiträge sichern Anspruch auf Rente
Um eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Beitragsjahre auf dem Rentenkonto. Auch über freiwillige Beiträge kann man einen Anspruch auf Rente erwerben und über die Beitragssumme die Höhe der späteren Rente beeinflussen. Wichtig ist der Stichtag 31. März 2015! Noch bis zu diesem Datum können die Beiträge für das komplette Jahr 2014 eingezahlt werden. Nachzahlungen für länger zurückliegende Zeiträume sind nicht möglich. Die Höhe der Einzahlungen ist frei wählbar: Der monatliche Mindestbeitrag liegt bei 85,05 Euro, der Höchstbeitrag bei 1.124,55 Euro.

Rente mit 63 (für besonders langjährig Versicherte)
Wer von der neuen Regelung zur Rente mit 63 profitieren möchte, sollte prüfen lassen, ob durch die Zahlung freiwilliger Beiträge die Wartezeit schon erfüllt wäre.

Zur Wartezeit von 45 Jahren für eine Altersrente für besonders langjährig Versicherte zählen zum Teil auch freiwillige Beiträge. Allerdings ist eine Reihe von Vorbedingungen zu erfüllen. Deswegen sollten sich Betroffene unbedingt vorher von einem Rentenberater beraten lassen.

Rente für Kindererziehungszeiten
Pro Kind werden einem Elternteil 3 Beitragsjahre gutgeschrieben - 2 Jahren für vor 1992 geborene Kinder. Um eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Beitragsjahre. Wer außer Erziehungszeiten nur wenige oder keine Beitragsjahre nachweisen kann, könnte also durch die Zahlung freiwilliger Beiträge Rente bekommen.

Beratung dringend empfohlen
Für alle freiwilligen Zahlungen für das Jahr 2014 gilt der 31. März 2015 als Stichtag. Damit freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rente sinnvoll eingesetzt werden, sollten sich Versicherte unbedingt beraten lassen. Freiwillige Zuzahlungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Der Bundesverband der Rentenberater e.V. fordert seit langem, diese Regeln zu öffnen.
Der Bundesverband der Rentenberater e.V. fordert: Die Bundesregierung muss endlich die Regeln lockern und freiwillige Zuzahlungen auch Pflichtversicherten ermöglichen.
Pflichtversicherte können allenfalls im Rahmen von wenigen Nachzahlungsmöglichkeiten zusätzliche freiwillige Beiträge eibnzahlen. Als Pflichtversicherte haben sie jedoch nicht das Recht, sich in der REntenversicherung zusätzlich zu versichern. Eine Höherversicherung wurde 1992 abgeschafft. 
„Wer fürs Alter besser vorsorgen will und kann, soll das auch in der gesetzlichen Rente tun können.“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Wir fordern seit Jahren, dass neue, offenere Regelungen für Zuzahlungen umgesetzt werden. Die Menschen wurden in den vergangenen Jahren in die private Vorsorge gedrängt und müssen jetzt erleben, dass ihre Lebensversicherungen weniger bringen als erwartet. Mit freiwilligen Beiträgen zur gesetzlichen Rente könnten sie die spätere Rente direkt erhöhen und diese Möglichkeit sollte künftig auch den Pflichtversicherten offenstehen.“