professionell...unabhängig...engagiert
Johann Simon Genten, Aachen

Johann Simon Genten
Rentenberater & Rechtsbeistand





Regionalbeauftragter des Bundesverbandes der Rentenberater für NRW
 


Ich begrüße Sie herzlich auf meiner Homepage, die Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit als Rentenberater bzw. Rechtsbeistand geben soll.
Die Konsultation eines Rentenberaters gilt immer noch als Insidertipp. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es derartige unabhängige Spezialisten gibt. Diese Seite soll helfen, Informationsdefizite abzubauen. Informieren Sie sich über mein Angebot und treten Sie ggf. mit mir in Kontakt:



Johann Simon Genten
Herzogstr. 19
52070 Aachen
Tel: 0241/ 90 198 90
Fax:0241/ 90 198 91
E-Mail: info [AT_SYMBOL] genten [dot] de
  Sprechstunden
nur nach telefonischer Anmeldung
Mo.-Do. 9.00-16.00 Uhr

Aktuelles

12. September 2017

Altersrente: Gestaltungsmöglichkeiten nutzen! Keine Sperrzeit nach Altersteilzeit

Immer wieder sehe ich in der Praxis Fälle, in denen sich durchaus sozialrehtliche Gestaltungsmöglichkeiten anbieten, um die Voraussetzungen für die beste Rente zu erfüllen. Hierzu gehört auch, ggf. noch zustehendes Arbeitslosengeld zu beziehen. Dies ist in der Regel auch nach Altersteilzeit noch möglich. Bisher wurden aber in der Regel Sperrzeiten ausgesprochen.
Der 11. Senat des Bundessozialgerichtes hat nun entschieden (Aktenzeichen B 11 AL 25/16 R), dass eine Sperrzeit nicht eintritt, wenn eine Arbeitnehmerin am Ende der Altersteilzeit entgegen ihrer ursprünglichen Planung nicht sofort Altersrente in Anspruch nimmt, sondern zunächst Arbeitslosengeld beantragt, weil sie - bedingt durch eine Gesetzesänderung - zu einem späteren Zeitpunkt abschlagsfrei in Rente gehen kann.

22. August 2017

Krankengeld im Urlaub: Wie die TK Ihre Versicherten desinformiert

Ich habe hier schon verschiedentlich über das oft rechtswidrige Gebahren der Krankenkassen berichtet, die offenbar denken, sie könnten machen, was Sie wollen. Ein weiteres skandalöses Beispiel liefert nun die TK Aachen ab. Einer Arbeitsunfähigen, kranken Versicherten, bei der nach Ende der Lohnfortzahlung die Zahlung von Krankengeld ansteht, wird u.a. folgendes mitgeteilt:
"Wichtig: Falls Sie  während Ihrer Arbeitsunfähigkeit in den Urlaub fahren, ruht grundsätzlich Ihr Anspruch auf Krankengeld für diese Zeit. Um finanzielle Nachteile zu vermeiden, nehmen Sie bitte unbedingt Kontakt vorher mit uns auf".
Das ist natürlich eine gezielte Desinformation: Selbstverständlich darf man auch während der Arbeitsunfähigkeit in Urlaub fahren und braucht dafür auch nicht die Genehmigung der Krankenkasse.
Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Wer im "Ausland" Urlaub macht, der sollte das vorher anzeigen.
Auch dann kommt es aber keineswegs automatisch zu einem Ruhen, vielmehr muß die Krankenkasse prüfen. Und: Bei Urlaub im europäischen Ausland verweigern die Krankenklassen oft zu Unrecht die Weiterzahlung des Krankengeldes. Dagegen habe ich schon in mehreren Verfahren erfolgreich gestritten ! Zuletzt hat das SG Würzburg bestätigt, dass die EG nicht Ausland im Sinne des Gesetzes ist und es damit nicht zum Ruhen des Krankengeldanspruchs kommt (SG Würzburg, Urteil vom 13. Dezember 2016 – S 6 KR 511/16 –, juris.)
Im Download-Bereich können Sie sich das Schreiben der TK ansehen.

31. Juli 2017

Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogen im Bereich betreutes Wohnen und Jugendhilfe in der Regel nicht selbständig !

Outscourcing ist modern und macht sich offenbar in allen Bereichen breit. U.a. ist  auch die Sozialarbeit davon betroffen. Viele Arbeitgeber bzw. Auftraggeber arbeiten auch hier zunehmend mit Freelancern zusammen. Das ist einfach und entbindet von erheblichen Verpflichtungen, die ein Arbeitgeber hätte. Der Sozialversicherung werden Millionen entzogen und leider sorgen die sogenannten Selbstständigen oft nicht hinreichend für das Risiko der Erwerbsminderung oder das Alter vor.
Nachdem die Betriebsprüfdienste der Rentenversicherung hier wie auch in anderen Bereichen lange geschlafen haben, geht nun angesichts aktueller Rechtssprechung die Angst bei den Arbeitgebern um.
Denn angesichts der Feststellung, dass ein Selbständiger Arbeitnehmer ist und damit Sozialversicherungspflicht vorliegt, sieht sich manch ein Arbeitgeber mit Nachforderungen von z.T. erheblichen Summen für zu Unrecht nicht gezahlte SV-Beiträge konfrontiert.
Den ehemaligen Selbstständigen erwachsen aber in der Regel rückwirkend für 4 Jahren erhebliche Ansprüche gegenüber der Rentenversicherung, ggf. der Unfallversicherung und der Krankenversicherung und natürlich gegen den ehemaligen Auftraggeber und jetzigen Arbeitgeber ! Wichtig: Rückständige Beiträge sind in der Regel ausschließlich vom Arbeitgeber (ehemals Auftraggeber) zu zahlen. Dies kann auch nicht durch dann sittenwidriger Verträge ausgeschlossen werden!
Es gibt diverse Urteile:
5. Juli 2017

Erwerbsminderungsrenten von psychisch oder geistig Behinderten oft falsch berechnet: Widerspruch und Klage vor dem Sozialgericht führen zu 200,- Eur höherer Rente

Als Rentenberater stelle ich immer wieder fest, dass vor allen Dingen Renten, die an geistig oder psychisch kranke Menschen gewährt werden, sehr oft falsch berechnet worden sind. Kann man gemeinhinsagen, dass jeder dritte Rentenbescheid irgendeinen Fehler enthält, so ist die Fehlerquote bei Bescheiden für die genannten Personengruppen aus meiner Erfahrung nahezu bei 100 %.
Die Ursachen sind vielfältig: Die nicht immer gradlinigen Versichertenbiografien spielen hier sicher eine ebenso eine wichtige Rolle wie die Tatsache, dass die Menschen sich selbst oft nicht hinreichend artikulieren können und oft nach meiner Erfahrung gesetzliche Vertreter überfordert sind, ja manchmal sogar den Menschen ein Gefühl der Rechtssicherheit gegeben, welches so nicht vorhanden ist: Der gesetzliche Betreuer ist in der Regel allenfalls Sozialarbeiter und damit weitgehend rechtsunkundig im Bereich der Rentenversicherung!
Traurig ist, dass überdies der Rentenversicherungsträger sehr oft Fehler macht. So im Fall der Frau X. Sie ist geistig behindert. Der Vater beauftragte mich, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Die Rente wurde auch bewilligt, jedoch erhielt der Rentenbescheid trotz fundierter Rentenantragstellung diverse Fehler. Es wurde eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von 442,17 Eur netto auf der Basis von 17,33 Entgeltpunkten bewilligt. Nach Widerspruch und Klage waren es fast 50%, nämlich 200,- Eur mehr !
16. Juni 2017

Krankenversicherung: Elterneigenschaft hilft bei Zutritt zur Krankenversicherung der Rentner

Der Deutsche Bundestag hat am 16. Februar 2017 das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beraten und verabschiedet. Das Gesetz wurde am 10. März 2017 vom Bundesrat bestätigt. Die Regelung zur KVdR tritt am 1. August 2017 in Kraft und gilt sowohl für Bestands-, als auch für Neurentner.
Das Gesetz enthält zahlreiche Änderungen der bestehenden Gesetzeslage. Eine ganz wichtige Änderung betrifft auch den Zugang zur Krankenversicherung der Rentner (KvdR). In der Pflichtversicherung der KVdR können nur Rentner und Rentnerinnen Mitglied werden, die 9/10 der zweiten Hälfte des Erwerbslebens Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sind. Erfüllt man diese Voraussetzungen nicht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man ist weiter privat krankenversichert oder man ist bei einer gesetzlichen Krankenkasse weiterversichert. Kommt hier keine Familienversicherung in Frage, etwa wegen der dort vorhandenen Einkommensgrenzen, so ist man dann freiwillig versichert, mit z.T. deutlich höherer Beitragsbelastung als die Pflichtversicherten.
Diese 9/10 Regelung soll vor allem verhindern, dass Versicherte die z.T. günstigere Privatversicherung in jungen Jahren wählen und dann im Alter einfach in die dann günstigere gesetzliche Versicherung wechseln. Dieses gute Prinzip der Solidargemeinschaft wurde nun offenbar aufgrund der Lobbyarbeit bestimmter Frauengruppen aufgeweicht. Dem Vernehmen nach handelt es sich um geschiedene Frauen von Beamten, die in der Ehe über ihren Mann privat versichert waren und deswegen Probleme haben, als Rentner in die KvdR zu kommen.
Die Elterneigenschaft hilft nun weiter.
15. Juni 2017

Flexirente bzw. Teilrente: Gestaltungsmöglichkeiten nutzen !

Das „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ (Flexirentengesetz) ist wirksam geworden (siehe im Downloadbereich: Wesentliche Elemente in das Gesetz eingearbeitet).
Das Gesetz enthält diverse Regelungen, von denen hier nur die Wichtigsten und auch nur sehr verkürzt wieder gegeben werden können. Es eröffnet zahlreiche z.T. durchaus interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dringend empfohlen ist eine professionelle Beratung !
9. Juni 2017

Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers einer GmbH: Stimmbindungsvertrag hilft nicht !

Die Rechtssprechung des Bundessozialgerichtes zur Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers einer GmBH ist einem ständigen Wandel unterworfen. Zuletzt hatte das BSG seine eigene Auffassung zum Geschäftsführer, der Minderheitsgesellschafter, aber „Kopf und Seele“ des Unternehmens ist, aufgegeben (z.B.  B 12 KR 23/13 R).
Es gibt jedoch immer wieder Versuche, den Geschäftsführer in Minderheitenposition der SV-Pflicht zu entziehen. Als Rentenberater kann ich hierbei behilflich sein, wichtig ist jedoch auch immer eine umfassende Betrachtung der sozialversicherungsrechtlichen Position und Gestaltungsmöglichkeiten der betroffenen Personen. Nicht immer ist die SV- oder Rentenversicherungspflicht schlecht !
Ohne umfassende Beratung etwa durch einen Rentenberater als Fachmann gehen auch viele Konstrukte den Bach runter.  Die Beratung durch Steuerberater ist hier problematisch, da im Grunde nicht zulässig, soweit es um das Sozialversicherungsrecht geht.
29. Mai 2017

Opferentschädigungsrenten mit Berufschadensausgleich falsch berechnet !

Im Jahre 2009 wurde seitens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Berechnung der Vergleichseinkommen (Durchführung des Sozialen Entschädigungsrechts) nach § 30 Abs. 5 des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) geändert. Die Vergleichseinkommen haben bei Berechnung des sogenannten Bereufschadensausgleich entscheidnde Bedeutung.
Diese Änderungen waren offenbar rechtswidrig. Die Berechnungsmodalitäten wurden nun geändert und zwar für die Zeit vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2016. Im Ergebnis können Geschädigte höhere Renten erwarten, z.T. auch rückwirkend.
Nach Auskunft des Ministeriums waren hierfür Urteile der 1. Instanz der Sozialgerichtsbarkeit verantwortlich.
Ein Rundschreiben zeigt auf, wie zu verfahren ist:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Soziale-Entschaedigung/Rundschreiben/rundschreiben-soziale-entschaedigung-ser-2-53470-34.html

Und hier sind die korrigierten Werte für die vergangenen Jahre zu finden :
http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Soziale-Entschaedigung/bekanntmachung-vergleichseinkommen.html

Als Rentenberater, der sich im sozialen Entschädigungsrecht auskennt, kann ich Ihnen behilflich sein.
 
12. Mai 2017

Krankengeld auch bei fehlender rechtzeitiger Meldung möglich

Um den Krankengeldanspruch gibt es oft Streit. Das Bundessozialgericht hat nun gegen die enge Auffassung einer Krankenkasse ein Machtwort sprechen müssen. Zur Nichtfortzahluing war es war es hier gekommen, weil der behandelnde Arzt irrtümlich aus nichtmedizinischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung nicht ausgestellt hatte.
Aus der Presseerklärung: 

16. März 2017

Eierstockkrebs durch Asbest: Anerkennung als Berufskrankheit möglich

Das Teufelszeug Asbest hat oft tödliche Spätwirkungen. Bereits wenn man kurz Asbest-Staub ausgesetzt war, kann das Jahrzehnte später eine Erkrankung auslösen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat  wissenschaftliche Empfehlung zu "Ovarialkarzinom durch Asbest" veröffentlicht. Für dieses Krankheitsbild liegen ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vor, um diese Erkrankungen künftig "wie eine Berufskrankheit" (§ 9 Abs. 2 SGB VII) anzuerkennen.
Es handelt sich bei dem Krankheitsbild um ein durch Asbestfasern verursachtes Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs). Ebenso wie für Lungen- und Kehlkopfkrebs durch Asbest gelten auch für das jetzt neu hinzugekommene Ovarialkarzinom folgende Bedingungen für eine mögliche Anerkennung als Berufskrankheit: