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Johann Simon Genten, Aachen

Johann Simon Genten
Rentenberater & Rechtsbeistand





Regionalbeauftragter des Bundesverbandes der Rentenberater für NRW
 


Ich begrüße Sie herzlich auf meiner Homepage, die Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit als Rentenberater bzw. Rechtsbeistand geben soll.
Die Konsultation eines Rentenberaters gilt immer noch als Insidertipp. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es derartige unabhängige Spezialisten gibt. Diese Seite soll helfen, Informationsdefizite abzubauen. Informieren Sie sich über mein Angebot und treten Sie ggf. mit mir in Kontakt:



Johann Simon Genten
Herzogstr. 19
52070 Aachen
Tel: 0241/ 90 198 90
Fax:0241/ 90 198 91
E-Mail: info [AT_SYMBOL] genten [dot] de
  Sprechstunden
nur nach telefonischer Anmeldung
Mo.-Do. 9.00-16.00 Uhr

Aktuelles

16. Juni 2017

Krankenversicherung: Elterneigenschaft hilft bei Zutritt zur Krankenversicherung der Rentner

Der Deutsche Bundestag hat am 16. Februar 2017 das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beraten und verabschiedet. Das Gesetz wurde am 10. März 2017 vom Bundesrat bestätigt. Die Regelung zur KVdR tritt am 1. August 2017 in Kraft und gilt sowohl für Bestands-, als auch für Neurentner.
Das Gesetz enthält zahlreiche Änderungen der bestehenden Gesetzeslage. Eine ganz wichtige Änderung betrifft auch den Zugang zur Krankenversicherung der Rentner (KvdR). In der Pflichtversicherung der KVdR können nur Rentner und Rentnerinnen Mitglied werden, die 9/10 der zweiten Hälfte des Erwerbslebens Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sind. Erfüllt man diese Voraussetzungen nicht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man ist weiter privat krankenversichert oder man ist bei einer gesetzlichen Krankenkasse weiterversichert. Kommt hier keine Familienversicherung in Frage, etwa wegen der dort vorhandenen Einkommensgrenzen, so ist man dann freiwillig versichert, mit z.T. deutlich höherer Beitragsbelastung als die Pflichtversicherten.
Diese 9/10 Regelung soll vor allem verhindern, dass Versicherte die z.T. günstigere Privatversicherung in jungen Jahren wählen und dann im Alter einfach in die dann günstigere gesetzliche Versicherung wechseln. Dieses gute Prinzip der Solidargemeinschaft wurde nun offenbar aufgrund der Lobbyarbeit bestimmter Frauengruppen aufgeweicht. Dem Vernehmen nach handelt es sich um geschiedene Frauen von Beamten, die in der Ehe über ihren Mann privat versichert waren und deswegen Probleme haben, als Rentner in die KvdR zu kommen.
Die Elterneigenschaft hilft nun weiter.
15. Juni 2017

Flexirente bzw. Teilrente: Gestaltungsmöglichkeiten nutzen !

Das „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ (Flexirentengesetz) ist wirksam geworden (siehe im Downloadbereich: Wesentliche Elemente in das Gesetz eingearbeitet).
Das Gesetz enthält diverse Regelungen, von denen hier nur die Wichtigsten und auch nur sehr verkürzt wieder gegeben werden können. Es eröffnet zahlreiche z.T. durchaus interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dringend empfohlen ist eine professionelle Beratung !
9. Juni 2017

Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers einer GmbH: Stimmbindungsvertrag hilft nicht !

Die Rechtssprechung des Bundessozialgerichtes zur Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers einer GmBH ist einem ständigen Wandel unterworfen. Zuletzt hatte das BSG seine eigene Auffassung zum Geschäftsführer, der Minderheitsgesellschafter, aber „Kopf und Seele“ des Unternehmens ist, aufgegeben (z.B.  B 12 KR 23/13 R).
Es gibt jedoch immer wieder Versuche, den Geschäftsführer in Minderheitenposition der SV-Pflicht zu entziehen. Als Rentenberater kann ich hierbei behilflich sein, wichtig ist jedoch auch immer eine umfassende Betrachtung der sozialversicherungsrechtlichen Position und Gestaltungsmöglichkeiten der betroffenen Personen. Nicht immer ist die SV- oder Rentenversicherungspflicht schlecht !
Ohne umfassende Beratung etwa durch einen Rentenberater als Fachmann gehen auch viele Konstrukte den Bach runter.  Die Beratung durch Steuerberater ist hier problematisch, da im Grunde nicht zulässig, soweit es um das Sozialversicherungsrecht geht.
29. Mai 2017

Opferentschädigungsrenten mit Berufschadensausgleich falsch berechnet !

Im Jahre 2009 wurde seitens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Berechnung der Vergleichseinkommen (Durchführung des Sozialen Entschädigungsrechts) nach § 30 Abs. 5 des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) geändert. Die Vergleichseinkommen haben bei Berechnung des sogenannten Bereufschadensausgleich entscheidnde Bedeutung.
Diese Änderungen waren offenbar rechtswidrig. Die Berechnungsmodalitäten wurden nun geändert und zwar für die Zeit vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2016. Im Ergebnis können Geschädigte höhere Renten erwarten, z.T. auch rückwirkend.
Nach Auskunft des Ministeriums waren hierfür Urteile der 1. Instanz der Sozialgerichtsbarkeit verantwortlich.
Ein Rundschreiben zeigt auf, wie zu verfahren ist:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Soziale-Entschaedigung/Rundschreiben/rundschreiben-soziale-entschaedigung-ser-2-53470-34.html

Und hier sind die korrigierten Werte für die vergangenen Jahre zu finden :
http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Soziale-Entschaedigung/bekanntmachung-vergleichseinkommen.html

Als Rentenberater, der sich im sozialen Entschädigungsrecht auskennt, kann ich Ihnen behilflich sein.
 
12. Mai 2017

Krankengeld auch bei fehlender rechtzeitiger Meldung möglich

Um den Krankengeldanspruch gibt es oft Streit. Das Bundessozialgericht hat nun gegen die enge Auffassung einer Krankenkasse ein Machtwort sprechen müssen. Zur Nichtfortzahluing war es war es hier gekommen, weil der behandelnde Arzt irrtümlich aus nichtmedizinischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung nicht ausgestellt hatte.
Aus der Presseerklärung: 

16. März 2017

Eierstockkrebs durch Asbest: Anerkennung als Berufskrankheit möglich

Das Teufelszeug Asbest hat oft tödliche Spätwirkungen. Bereits wenn man kurz Asbest-Staub ausgesetzt war, kann das Jahrzehnte später eine Erkrankung auslösen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat  wissenschaftliche Empfehlung zu "Ovarialkarzinom durch Asbest" veröffentlicht. Für dieses Krankheitsbild liegen ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vor, um diese Erkrankungen künftig "wie eine Berufskrankheit" (§ 9 Abs. 2 SGB VII) anzuerkennen.
Es handelt sich bei dem Krankheitsbild um ein durch Asbestfasern verursachtes Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs). Ebenso wie für Lungen- und Kehlkopfkrebs durch Asbest gelten auch für das jetzt neu hinzugekommene Ovarialkarzinom folgende Bedingungen für eine mögliche Anerkennung als Berufskrankheit:
17. Februar 2017

Reform des Sachverständigenrechts: Auch vor dem Sozialgericht nun ein Mitspracherecht bei Gutachterauswahl

In jüngerer Zeit wurde von Bürgerinnen und Bürgern sowie der öffentlichen Berichterstattung zunehmend die Unabhängigkeit, Neutralität und Qualität gerichtlich bestellter Sachverständiger in Frage gestellt. Dies ist auch auf eine fehlerhafte Auswahl der Sachverständigen durch die Gerichte zurückzuführen.
Die Regierungskoalition hat deshalb ein neues Gesetz beschlossen, welches mittlerweile Rechtskraft erlangt hat. Man hat sich die Gewährleistung der Neutralität gerichtlich beigezogener Sachverständiger sowie die Verbesserung der Qualität von Gutachten zum Ziel gesetzt. Durch größere Transparenz im gerichtlichen Auswahlverfahren soll das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Neutralität der Sachverständigen erhöht werden und sichergestellt werden, dass die Gerichte qualifizierte Sachverständige ernennen, so eine Homepage der Bundesregieung.
21. Dezember 2016

AOK Rheinland: Rechtsbruch mit System

Die Krankenkassen haben die Möglichkeit, nach § 51 Abs. 1 SGB V Kranken-geldbezieher aufzufordern, eine Rehabilitation bei der Rentenversicherung zu beantragen. Tun sie das nicht innerhalb einer Frist von 10 Wochen, kann das Krankengeld gestrichen werden. Leider wird dieses Instrument von Seiten der Krankenkassen oft missbraucht, um sich ihres Klientels zu entledigen. Ein solcher REHA-Antrag kann jedenfalls negative Auswirkungen haben und z.B. in einer Zwangsverrentung enden.
Nach § 51 fordert der Gesetzgeber aber ein Gutachten und die Ausübung von Ermessen. Damit baut er hohe Hürden auf. Ermessen wird aber oft garnicht ausgeübt und das geforderte Gutachten liegt oft nicht oder nicht in ausreichender Form vor. Als besonders dreist in dieser Beziehung präsentiert sich nun die AOK Mönchengladbach (Heinsberg/Viersen). Im Downloadbereich können Sie herunterladen, was die AOK ernsthaft als Gutachten bezeichnet. Eine -mit Verlaub- hingerotzte Stellungnahme des MdK, die im Grunde nichts enthält.
Laut BSG 1. Senat Urteil vom 7. August 1991, Az: 1/3 RK 26/90, ist eine ärztliche Stellungnahme nur dann ein Gutachten im Sinne v. § 51 SGB V, wenn darin - jedenfalls summarisch - die erhobenen Befunde wiedergegeben werden und sich der Arzt - soweit es sich um ein sozialmedizinisches Gutachten handelt - zu den nach seiner Auffassung durch die festgestellten Gesundheitsstörungen bedingten Leistungseinschränkungen und ihrer voraussichtlichen Dauer äußert.
Diesen Anforderungen genügte die ärztliche Stellungnahme eindeutig nicht. Die Aufforderung der AOk ist daher rechtswidrig und zurückzunehmen.
12. September 2016

Externe Teilung im Versorgungsausgleich: Die Schwindler von der Allianz / unabhängige Beratung gefragt

Wenn Eheleute geschieden werden, wird ein Versorgungsausgleich durchgeführt. Erworbene Anwartschaften auf Versorgungen werden ermittelt und dann auf die Ehegatten aufgeteilt. In der Regel wird "intern" geteilt, d.h., für die Ehegatten wird auch im Versorgungssystem des jeweils Anderen eine eigene Anwartschaft begründet. Das Gesetz sieht jedoch Ausnahmenvor. Dann wird „extern“ geteilt. Der begünstigte Ehegatte muss sich dann entscheiden, was mit dem errechneten Kapital geschehenl, d.h., wo dieser eingezahlt werden soll. Bedauerlich: Menschen werden gezielt schlecht bzw. unvollständig beraten, um Zugriff auf das Geld zu bekommen.
1. September 2016

Versorgungsausgleich: Rentenversicherung kürzt (aus Versehen) doppelt

Es gibt immer wieder bemerkenswerte Fälle behördlichen Versagens, über die man nur den Kopf schütteln kann. Unglaublich eigentlich auch folgender Fall:
Herr H bezieht seit 8 Jahren Altersrente und legt mir einen aktuellen Bescheid der Knappschaft Bahn See vor, mit welchem diese ihm mitteilt, dass seine Rente nun um ca. 258,oo Eur monatlich gekürzt würde, weil seine 1991 geschiedene Frau nun Rente beziehe. Außerdem forderte man von ihm 516,00 Euro für zurückliegende zwei Monate zurück.
Herr H bittet mich, den Bescheid zu prüfen. Herr H hat auch seinen Altersrentenbescheid aus 2008 dabei. Ich schaue mir diesen Bescheid an und stelle überrascht fest, dass die Rente bereits seinerzeit aufgrund des Versorgungsausgleiches  gekürzt worden war.