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Johann Simon Genten, Aachen

Johann Simon Genten
Rentenberater & Rechtsbeistand





Regionalbeauftragter des Bundesverbandes der Rentenberater für NRW
 


Ich begrüße Sie herzlich auf meiner Homepage, die Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit als Rentenberater bzw. Rechtsbeistand geben soll.
Die Konsultation eines Rentenberaters gilt immer noch als Insidertipp. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es derartige unabhängige Spezialisten gibt. Diese Seite soll helfen, Informationsdefizite abzubauen. Informieren Sie sich über mein Angebot und treten Sie ggf. mit mir in Kontakt:



Johann Simon Genten
Herzogstr. 19
52070 Aachen
Tel: 0241/ 90 198 90
Fax:0241/ 90 198 91
E-Mail: info [AT_SYMBOL] genten [dot] de
  Sprechstunden
nur nach telefonischer Anmeldung
Mo.-Do. 9.00-16.00 Uhr

Aktuelles

8. Februar 2018

Freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung: Frist läuft ab

Gerne gebe ich hier auszugsweise eine Presseerklärung des Bundesverbandes der Rentenberater wieder, dessen Mitgliied ich bin.
"Wer jetzt Beiträge für 2017 nachzahlt, könnte früher und abschlagsfrei in Rente gehen oder sich eine höhere Rente sichern. Beiträge einzuzahlen kann sich vor allem lohnen, wenn dadurch überhaupt erst ein Rentenanspruch geschaffen wird.
Um überhaupt eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Beitragsjahre auf dem Rentenkonto. Diese Zeit können Versicherte auch erreichen, indem sie freiwillige Beiträge zahlen. Wer schon eine vorgezogene Altersrente bezieht, kann durch freiwillige Zahlungen die Höhe der späteren Rente beeinflussen.
Wichtig ist: Stichtag ist normalerweise der 31. März 2018! In diesem Jahr verlängert sich die Frist wegen der Osterfeiertage bis zum 3. April 2018.
Beiträge können bis dahin für das komplette Jahr 2017 eingezahlt werden. Die Höhe der Einzahlungen ist frei wählbar: Der monatliche Mindestbeitrag liegt für 2017 bei 84,15 Euro, der Höchstbeitrag für 2017 bei 1.187,45 Euro.
1. Februar 2018

Gleichberechtigung und „Mütterrente“: Sind Frauen sind gleicher ?

Zeiten der Kindererziehung werden bei der gesetzlichen Rente angerechnet und zwar bei dem, der die Kinder erzogen hat. Sehr oft sind dies die Mütter, sowohl in der Vergangenheit und zunehmend in der Gegenwart gesellschaftlich gewünscht aber die Väter oder auch andere , etwa Großmütter oder Großväter, Geschwister, andere Personen (Patchworkfamilie).
Diese gesellschaftliche gewünschte Realität wird aber offenbar bewusst zugunsten des weiblichen Geschlechtes umgestaltet, wenn es um Geld geht.
Auf einmal sind Frauen, Mütter gleicher. Das beste Beispiel ist aktuell die sogenannte „Mütterrente“. Ursprünglich Wahlkampfschlager von Merkel und CSU ist dieser Ausdruck (man fühlt sich in die 50ger Jahre zurückversetzt!) von allen Teilen der Gesellschaft kritiklos übernommen worden, obwohl er schlicht falsch und diskriminierend ist. Die erweiterte Anrechnung von Kindererziehungszeiten für die Zeiten vor 1992 soll ja all denen zugute kommen, die Kinder erzogen haben und das müssen eben nicht nur die Mütter gewesen sein! Daher verbietet sich die Benutung dieses Ausdruckes.
24. Januar 2018

Wegeunfall bei Glatteis: Absurdes Urteil des Bundessozialgerichtes

Auf dem Weg zur Arbeit (Schule/Hochschule etc.) sind Sie als Arbeitnehmer oder anderweitig versicherte Person nach dem SGB VII versichert. Geschieht ein Unfall, dann muss die zuständige Berufsgenossenschaft Leistungen erbringen. Immer wieder gibt es Treit um die Frage, was zum Weg zur Arbeit gehört und was nicht.
Ein aus meiner Sicht absurdes Urteil hat nun der 2. Senat des höchsten Sozialgerichtes, des Bundessozialgerichtes gesprochen: Prüft ein Arbeitnehmer, bevor er mit dem Auto zur Arbeit fährt, ob die Fahrbahn glatt ist und verletzt sich auf dem Rückweg zu seinem Auto, liegt darin kein versicherter Arbeitsunfall. Dies hat der 2. Senat des Bundessozialgerichts entschieden (Az.: B 2 U 3/16 R).
23. Januar 2018

Unfallversicherung: Schüler auch bei Gruppenarbeiten unfallversichert

Wer schon einmal mit einer Berufsgenossenschaft zu tun hat, der weiß ein Lied zu singen: Der Ruf ist der Unfallversicherungsträger ist denkbar schlecht. Leistungen werden oft zu Unrecht abgelehnt. Manche Gutachter und viele Beratungsärzte rechnen Krankheiten klein. Eine neues Beispiel lieferte nun die Landesunfallkasse, zuständig für die Entschädigung, wenn Schüler einen Unfall erleiden. Sie lehnte es ab, Leistungen, insbesondere eine Rente zu gewähren, weil sie der Auffassung war, ein Unfall, der hier zu einer Querschnittslähmung führte, habe sich nicht im Verantwortungsbereich der Schule ereignet. Hierzu das Bundessozialgericht in einer Presseerklärung:

12. September 2017

Altersrente: Gestaltungsmöglichkeiten nutzen! Keine Sperrzeit nach Altersteilzeit

Immer wieder sehe ich in der Praxis Fälle, in denen sich durchaus sozialrehtliche Gestaltungsmöglichkeiten anbieten, um die Voraussetzungen für die beste Rente zu erfüllen. Hierzu gehört auch, ggf. noch zustehendes Arbeitslosengeld zu beziehen. Dies ist in der Regel auch nach Altersteilzeit noch möglich. Bisher wurden aber in der Regel Sperrzeiten ausgesprochen.
Der 11. Senat des Bundessozialgerichtes hat nun entschieden (Aktenzeichen B 11 AL 25/16 R), dass eine Sperrzeit nicht eintritt, wenn eine Arbeitnehmerin am Ende der Altersteilzeit entgegen ihrer ursprünglichen Planung nicht sofort Altersrente in Anspruch nimmt, sondern zunächst Arbeitslosengeld beantragt, weil sie - bedingt durch eine Gesetzesänderung - zu einem späteren Zeitpunkt abschlagsfrei in Rente gehen kann.

22. August 2017

Krankengeld im Urlaub: Wie die TK Ihre Versicherten desinformiert

Ich habe hier schon verschiedentlich über das oft rechtswidrige Gebahren der Krankenkassen berichtet, die offenbar denken, sie könnten machen, was Sie wollen. Ein weiteres skandalöses Beispiel liefert nun die TK Aachen ab. Einer Arbeitsunfähigen, kranken Versicherten, bei der nach Ende der Lohnfortzahlung die Zahlung von Krankengeld ansteht, wird u.a. folgendes mitgeteilt:
"Wichtig: Falls Sie  während Ihrer Arbeitsunfähigkeit in den Urlaub fahren, ruht grundsätzlich Ihr Anspruch auf Krankengeld für diese Zeit. Um finanzielle Nachteile zu vermeiden, nehmen Sie bitte unbedingt Kontakt vorher mit uns auf".
Das ist natürlich eine gezielte Desinformation: Selbstverständlich darf man auch während der Arbeitsunfähigkeit in Urlaub fahren und braucht dafür auch nicht die Genehmigung der Krankenkasse.
Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Wer im "Ausland" Urlaub macht, der sollte das vorher anzeigen.
Auch dann kommt es aber keineswegs automatisch zu einem Ruhen, vielmehr muß die Krankenkasse prüfen. Und: Bei Urlaub im europäischen Ausland verweigern die Krankenklassen oft zu Unrecht die Weiterzahlung des Krankengeldes. Dagegen habe ich schon in mehreren Verfahren erfolgreich gestritten ! Zuletzt hat das SG Würzburg bestätigt, dass die EG nicht Ausland im Sinne des Gesetzes ist und es damit nicht zum Ruhen des Krankengeldanspruchs kommt (SG Würzburg, Urteil vom 13. Dezember 2016 – S 6 KR 511/16 –, juris.)
Im Download-Bereich können Sie sich das Schreiben der TK ansehen.

31. Juli 2017

Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogen im Bereich betreutes Wohnen und Jugendhilfe in der Regel nicht selbständig !

Outscourcing ist modern und macht sich offenbar in allen Bereichen breit. U.a. ist  auch die Sozialarbeit davon betroffen. Viele Arbeitgeber bzw. Auftraggeber arbeiten auch hier zunehmend mit Freelancern zusammen. Das ist einfach und entbindet von erheblichen Verpflichtungen, die ein Arbeitgeber hätte. Der Sozialversicherung werden Millionen entzogen und leider sorgen die sogenannten Selbstständigen oft nicht hinreichend für das Risiko der Erwerbsminderung oder das Alter vor.
Nachdem die Betriebsprüfdienste der Rentenversicherung hier wie auch in anderen Bereichen lange geschlafen haben, geht nun angesichts aktueller Rechtssprechung die Angst bei den Arbeitgebern um.
Denn angesichts der Feststellung, dass ein Selbständiger Arbeitnehmer ist und damit Sozialversicherungspflicht vorliegt, sieht sich manch ein Arbeitgeber mit Nachforderungen von z.T. erheblichen Summen für zu Unrecht nicht gezahlte SV-Beiträge konfrontiert.
Den ehemaligen Selbstständigen erwachsen aber in der Regel rückwirkend für 4 Jahren erhebliche Ansprüche gegenüber der Rentenversicherung, ggf. der Unfallversicherung und der Krankenversicherung und natürlich gegen den ehemaligen Auftraggeber und jetzigen Arbeitgeber ! Wichtig: Rückständige Beiträge sind in der Regel ausschließlich vom Arbeitgeber (ehemals Auftraggeber) zu zahlen. Dies kann auch nicht durch dann sittenwidriger Verträge ausgeschlossen werden!
Es gibt diverse Urteile:
5. Juli 2017

Erwerbsminderungsrenten von psychisch oder geistig Behinderten oft falsch berechnet: Widerspruch und Klage vor dem Sozialgericht führen zu 200,- Eur höherer Rente

Als Rentenberater stelle ich immer wieder fest, dass vor allen Dingen Renten, die an geistig oder psychisch kranke Menschen gewährt werden, sehr oft falsch berechnet worden sind. Kann man gemeinhinsagen, dass jeder dritte Rentenbescheid irgendeinen Fehler enthält, so ist die Fehlerquote bei Bescheiden für die genannten Personengruppen aus meiner Erfahrung nahezu bei 100 %.
Die Ursachen sind vielfältig: Die nicht immer gradlinigen Versichertenbiografien spielen hier sicher eine ebenso eine wichtige Rolle wie die Tatsache, dass die Menschen sich selbst oft nicht hinreichend artikulieren können und oft nach meiner Erfahrung gesetzliche Vertreter überfordert sind, ja manchmal sogar den Menschen ein Gefühl der Rechtssicherheit gegeben, welches so nicht vorhanden ist: Der gesetzliche Betreuer ist in der Regel allenfalls Sozialarbeiter und damit weitgehend rechtsunkundig im Bereich der Rentenversicherung!
Traurig ist, dass überdies der Rentenversicherungsträger sehr oft Fehler macht. So im Fall der Frau X. Sie ist geistig behindert. Der Vater beauftragte mich, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Die Rente wurde auch bewilligt, jedoch erhielt der Rentenbescheid trotz fundierter Rentenantragstellung diverse Fehler. Es wurde eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von 442,17 Eur netto auf der Basis von 17,33 Entgeltpunkten bewilligt. Nach Widerspruch und Klage waren es fast 50%, nämlich 200,- Eur mehr !
16. Juni 2017

Krankenversicherung: Elterneigenschaft hilft bei Zutritt zur Krankenversicherung der Rentner

Der Deutsche Bundestag hat am 16. Februar 2017 das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beraten und verabschiedet. Das Gesetz wurde am 10. März 2017 vom Bundesrat bestätigt. Die Regelung zur KVdR tritt am 1. August 2017 in Kraft und gilt sowohl für Bestands-, als auch für Neurentner.
Das Gesetz enthält zahlreiche Änderungen der bestehenden Gesetzeslage. Eine ganz wichtige Änderung betrifft auch den Zugang zur Krankenversicherung der Rentner (KvdR). In der Pflichtversicherung der KVdR können nur Rentner und Rentnerinnen Mitglied werden, die 9/10 der zweiten Hälfte des Erwerbslebens Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sind. Erfüllt man diese Voraussetzungen nicht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man ist weiter privat krankenversichert oder man ist bei einer gesetzlichen Krankenkasse weiterversichert. Kommt hier keine Familienversicherung in Frage, etwa wegen der dort vorhandenen Einkommensgrenzen, so ist man dann freiwillig versichert, mit z.T. deutlich höherer Beitragsbelastung als die Pflichtversicherten.
Diese 9/10 Regelung soll vor allem verhindern, dass Versicherte die z.T. günstigere Privatversicherung in jungen Jahren wählen und dann im Alter einfach in die dann günstigere gesetzliche Versicherung wechseln. Dieses gute Prinzip der Solidargemeinschaft wurde nun offenbar aufgrund der Lobbyarbeit bestimmter Frauengruppen aufgeweicht. Dem Vernehmen nach handelt es sich um geschiedene Frauen von Beamten, die in der Ehe über ihren Mann privat versichert waren und deswegen Probleme haben, als Rentner in die KvdR zu kommen.
Die Elterneigenschaft hilft nun weiter.
15. Juni 2017

Flexirente bzw. Teilrente: Gestaltungsmöglichkeiten nutzen !

Das „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ (Flexirentengesetz) ist wirksam geworden (siehe im Downloadbereich: Wesentliche Elemente in das Gesetz eingearbeitet).
Das Gesetz enthält diverse Regelungen, von denen hier nur die Wichtigsten und auch nur sehr verkürzt wieder gegeben werden können. Es eröffnet zahlreiche z.T. durchaus interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Dringend empfohlen ist eine professionelle Beratung !