professionell...unabhängig...engagiert
Johann Simon Genten, Aachen

Johann Simon Genten
Rentenberater & Rechtsbeistand





Regionalbeauftragter des Bundesverbandes der Rentenberater für NRW
 


Ich begrüße Sie herzlich auf meiner Homepage, die Ihnen einen Überblick über meine Tätigkeit als Rentenberater bzw. Rechtsbeistand geben soll.
Die Konsultation eines Rentenberaters gilt immer noch als Insidertipp. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es derartige unabhängige Spezialisten gibt. Diese Seite soll helfen, Informationsdefizite abzubauen. Informieren Sie sich über mein Angebot und treten Sie ggf. mit mir in Kontakt:



Johann Simon Genten
Herzogstr. 19
52070 Aachen
Tel: 0241/ 90 198 90
Fax:0241/ 90 198 91
E-Mail: info [AT_SYMBOL] genten [dot] de
  Sprechstunden
nur nach telefonischer Anmeldung
Mo.-Do. 9.00-16.00 Uhr

Aktuelles

21. April 2016

Rentenerhöhung 2016: Renten- und Rentenanwartschaften im Westen steigen um 4,25%

Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales steht die Rentenanpassung zum 1. Juli 2016 fest. Die gesetzlichen Renten steigen in Westdeutschland um 4,25 Prozent.
Was weder in der Presse noch in der Mitteilung des BMAS rüberkommt: Dies gilt nicht nur für die Renten, sondern auch für alle Rentenanwartschaften. Ihre Rente oder eben Rentenanwartschaft bemisst sich u.a. in „Entgeltpunkten“, die im Falle einer Berentung mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert werden. Dieser beträgt im Westen aktuell 29,21 Euro. Ihre Rentenanwartschaft von, sagen wir 20 EP, wäre daher aktuell 20*29,21 Eur= 584,20 Eur wert. Sie steigt ab 1.7.16 auf 20*30,45 Euro= 609,0 Eur. D.h. im Grunde, Ihre Anwartschaft auf Zahlung einer monatlichen Rente wird mit 4,25% verzinst.
Was in der Debatte, die gerne die Jungen gegen die Alten bzw. die Rentner ausspielt, vergessen wird, ist, dass also natürlich auch die jungen Menschen, also die, die bereits eine Anwartschaft aufgebaut haben oder die, die erst noch eine aufbauen werden, von der Steigerung des aktuellen Rentenwertes profitieren. Wenn dieser nicht steigt, dann steigt natürlich auch nicht eine erworbene oder zu erwerbende Anwartschaft. Denn letztlich erwerben sie Entgeltpunkte, die später ja durch Multiplikation mit dem aktuellen Rentenwert die Rente ergeben.
10. März 2016

Noch bis 31. März 2016 freiwillig Renten-Beiträge für das Jahr 2015 nachzahlen!

PRESSEMITTEILUNG des Bundesverbandes der Rentenberater 
Berlin, 09.03.2016
Der Bundesverband der Rentenberater e.V. fordert: Freiwillige Zuzahlungen auch Pflichtversicherten ermöglichen
„Wer fürs Alter besser vorsorgen will und kann, soll das auch in der gesetzlichen Rente tun können.“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Wir fordern seit Jahren, dass neue, offenere Regelungen für Zuzahlungen umgesetzt werden. Die Menschen wurden in den vergangenen Jahren in die private Vorsorge gedrängt und müssen jetzt erleben, dass ihre Lebensversicherungen weniger bringen als erwartet. Mit freiwilligen Beiträgen zur gesetzlichen Rente könnten sie die spätere Rente direkt erhöhen und diese Möglichkeit sollte künftig auch den Pflichtversicherten offenstehen.“

Anmerkung von mir: Pflichtversicherte haben nicht die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zu zahlen. Dies ist bisher gesetzlich ausgeschlossen.

Freiwillige Beiträge sichern einen Anspruch auf Rente
Um eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Beitragsjahre auf dem Rentenkonto. Auch über freiwillige Beiträge kann man einen Anspruch auf Rente erwerben und über die Beitragssumme die Höhe der späteren Rente beeinflussen.

25. Januar 2016

Deutlich besser als ihr Ruf – die gesetzliche Rente!

Berechnungen des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. nun auch vom ARD Magazin „PlusMinus“ bestätigt
 
In der ARD-Sendung "Plusminus" wurde Mittwochabend vorgerechnet, dass die gesetzliche Rente derzeit eine Rendite von drei Prozent erbringt – deutlich mehr als viele andere Geldanlagen. Ihrem Ruf hat das nicht genutzt – die gesetzliche Rente gilt weiter als „altmodisch“, besonders bei jungen Menschen.
Eine Schieflage, auf die der Bundesverband der Rentenberater e.V. schon in einer ganzen Reihe von früheren Pressemitteilungen hingewiesen hat.
„Die Bundesregierung hat mit Riesterrente und anderen kapitalgedeckten Produkten auf das falsche Pferd gesetzt“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Die bisher beworbenen Konzepte, man kann das gar nicht deutlich genug sagen, nützen vor allem der privaten Versicherungswirtschaft, den großen Konzernen.“, sagt Herbrich. „Und Mini-Verträge, mit denen Versicherte zumindest ihre staatlichen Zulagen sichern könnten, werden von vielen Versicherungen nach wie vor gar nicht angeboten.“
3. Dezember 2015

Lungenkrebs bei Steinkohlenbergleuten kann entschädigt werden

Der Ärztliche Sachverständigenbeirat "Berufskrankheiten" beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine wissenschaftliche Stellungnahme zur Berufskrankheit "Lungenkrebs durch Quarzstaub" (Berufskrankheit Nr. 4112 der Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung): „Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)“ verfasst.
Bisher war diese Berufskrankheit bei Steinkohlenbergleuten sehr oft  abgelehnt worden, weil man unterstellte, diese seien nicht in hinreichendem Maße kristallinem Siliziumdioxid ausgesetzt gewesen. Anerkannt wurde die Erkrankung dagegen bei Erz- (einschließlich Uranerz-) bergleuten, Schachthauern sowie Gesteinshauern (auch im Steinkohlenbergbau, soweit diese Tätigkeiten des Schacht- und Gesteinshauers die gesamte Quarzstaubdosis überwiegend bedingt hat).
Dies ist nun korrigiert worden.
Die Betroffenen, aber auch ihre Hinterbliebenen haben daher jetzt ggf. Anspruch auf Heilbehandlung und Rentenleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung, evtl. auch rückwirkend.
Den vollständigen Text des Sachverständigenbeirates finden Sie unten.
Ich selbst habe erst kürzlich ein entsprechendes Verfahren gewinnen können. Dafür war aber ein Klageverfahren vor dem Sozialgericht Aachen notwendig.
Gerne vertrete ich Sie gegenüber der Berufsgenossenschaft.
11. November 2015

Flexirente / Änderungen beim Hinzuverdienst

In der Presse vom heutigen Tage werden gravierenden Änderungen bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten zu einer Altersrente angekündigt.
Da sicher viele nach weitergehenden Informationen suchen, sei mitgeteilt, dass es noch keinen Gesetzentwurf gibt. Es gibt lediglich eine Absichtserklärung, die zum Download für Sie bereit steht (s.u.).
Daher kann zum jetzigen Zeitpunkt zu den Regelungen noch nicht viel gesagt werden. Insbesondere ist auch völlig unklar, ab wann evtl. Änderungen wirken sollen und für wen sie gelten sollen (Altrentner oder Neurentner) .
Es wird sicher in absehbarer Zeit einen Gesetzentwurf geben, der dann das entsprechende Gesetzgebungsverfahren durchläuft. Sehr spannend ist das ganze, da sich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten ergeben könnten.
Persönlich gehe ich davon aus, dass sich die Änderungen erst ab 2017 auswirken werden.

 
26. Juni 2015

Versorgungsausgleich: Kürzung oder Wegfall des Ausgleichsanspruchs der Ehefrau wegen Verschweigens der möglichen nichtehelichen Abstammung ihres Kindes (Kuckuckskind)

Genaue Zahlen gibt es nicht. Laut Focus v. 28.01.2015 sollen 10% aller Kinder sogenannte Kuckuckskinder sein. Die dramatischen psychischen Folgen, wenn dieser Umstand dem Kind und dem bisherigen Vater bekannt wird, mag ich hier nicht diskutieren.  Die wirtschaftlichen Folgen, etwa wenn es um Unterhalt geht, sind gleichfalls weitreichend. Oft übersehen: Auch Versorgungsausgleich können die Rechtsfolgen erheblich sein.
Mit Datum v. 21.03.2012 hat der BGH (XII ZB 147/10) seine bisherige Rechtssprechung bestätigt, dass das Unterschieben eines sogenannten Kuckuckskinds eine unbillige Härte darstellen kann.
31. Mai 2015

Tödlicher Unfall eines Wettkampfrichters ist kein Arbeitsunfall: Freiwillige Versicherung nicht abgeschlossen !

Tragisches Ende eines Leichtathletik-Wettkampfes im August 2012 : Noch während ein Speer durch die Luft fliegt, läuft der Kampfrichter, ein 75-jähriger Mann los, um die Weite zu messen - und wird tödlich am Hals getroffen. Der Wurf war von einem anderen Kampfrichter freigegeben worden.
Der Allgemeine Turnverein Rath (2300 Mitglieder) richtete die 66. Wilhelm-Unger-Spiele aus. 300 Sportler nahmen teil.
Das Ganze hatte ein juristisches Nachspiel. Das SG Düsseldorf (1. Kammer v. 17.03.2015, Aktenzeichen: S 1 U 163/13) wies eine Klage der Witwe des Verstorbenen auf Zahlung von Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung ab.
Veranstalter war ein gemeinnütziger Verein und der Getötete war zum Zeitpunkt des Unfalls Mitglied. Die Tätigkeit als Kampfrichter hatte er jedoch ohne Bezahlung und nur eine Aufwandsentschädigung in Form einer Tagespauschale von 12,- Euro erhalten.
Ein Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung liegt nicht vor, so das SG. Es habe sich nicht um einen Arbeitsunfall gehandelt.
31. Mai 2015

OP-Krankenschwester nicht selbstständig tätig, sondern sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Eine Krankenschwester im Operationsdienst ist nicht selbständig tätig. Das hat das Hessische Landessozialgericht mit Urteil vom 26.03.2015 entschieden (L 8 KR 84/13).
Ein Krankenhaus hatte mit der Krankenschwester eine Vertrag geschlossen, in dem sie als freie Mitarbeiterin bezeichnet wurde. Es ist davon auszugehen, dass das für das Unternehmen günstiger war. Das Gericht stellte aber fest, dass die Tätigkeit natürlich keine selbstständige war, da die Krankenschwester weisungsgebunden und in die betrieblichen Abläufe eingebunden war.
Traurig und schlimm mit anzusehen, wie viele Arbeitgeber aus eigenwirtschaftlichem Interesse versuchen, sozial und arbeitsrechtliche Standards zu umgehen. Eine um sich greifende Plage !
Die Krankenschwester hat nun unabhängig von der ihr schon gezahlten Vergütung einen Anspruch auf rückwirkende Versicherung in allen Zweigen der Sozialversicherung. Die Beiträge muss der Arbeitgeber überwiegend alleine aufbringen.
Als Rentenberater bin ich auch auf das Sozialversicherungsrecht spezialisiert. Im Zweifel sollten Sie als Selbstständiger, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber immer professionellen Rat suchen.
12. Mai 2015

Anträge Erwerbsminderungsrenten: Oftmals abgelehnt

Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung wurden im Jahre 2012 insgesamt 191.748 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bewilligt, aber 148.598 Anträge abgelehnt. Davon immerhin 24912, weil die Wartezeit nicht erfüllt war und 105.880, weil die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllt waren.
Anträge auf Erwerbsminderung, die durch einen versierten Rentenberater gestellt werden, haben erheblich mehr Chancen, dass sie durchkommen.
Die Erfahrung zeigt, dass viele Antragssteller recht naiv in das Antragsverfahren gehen. Da werden mit dem Versichertenältesten/-berater ein paar Formulare treuherzig ausgefüllt und man ist der Meinung, der Rest ergäbe sich dann von selbst.
6. Mai 2015

Kindererziehungszeiten und Kinderberücksichtigungszeiten bekommt der, der das Kind tatsächlich erzogen hat

U.a. die Verwendung völlig irreführender Begriffe wie der der „Mütterrente“ führt dazu, dass weithin der Glaube verbreitet ist, für Zeiten der Kindererziehung werden ausschließlich Mütter in der Rentenversicherung entschädigt. Dies ist natürlich hanebüchner Unsinn: Kindererziehungszeiten (KEZ) sollen immer dem zugeordnet werden, der die Kinder tatsächlich erzogen hat. Das kann neben der Mutter der Vater sein, das kann aber auch ein Geschwisterteil gewesen sein, die Oma, der Opa oder eine andere dritte Person. Die Rentenversicherung macht hier aber sehr oft Probleme.